SPD Pohlheim
Bürgermeisterwahlkampf Pohlheim 2026
„Ich möchte Verantwortung übernehmen“
Pohlheimer SPD hat Bürgermeister-Wahlkampf für Israel Be Josef eröffnet
Pohlheim-Hausen. Die von der Partei zur Verfügung gestellten Fächer waren heiß begehrt. Denn auch das Bürgerhaus Hausen bildete keine kühle Insel im heißen Sommer des Juni 2026. Doch das tat der Euphorie keinen Abbruch, mit der die Pohlheimer SPD den Bürgermeister-Wahlkampf mit ihrem Kandidaten Israel Be Josef startete. Am 27. September tritt der ehemalige 1. Stadtrat und aktuelle Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Stadtparlament an, um den derzeitigen Amtsinhaber Andreas Ruck (parteilos) als Bürgermeister der 17 500-Einwohner-Kommune im Süden von Gießen zu beerben. „Ich kandidiere, weil ich an Pohlheim glaube. Ich möchte Bürgermeister für alle Menschen in Pohlheim sein“, verkündete der 45-Jährige, der seit 1998 in der Stadt lebt, unter großem Beifall zahlreicher Parteimitglieder, auch aus den Nachbarkommunen, und anderer interessierter Bürger.
„Israel ist bereit für den nächsten Schritt“, sagten Siglinde Michen und Malek Yacoub, die derzeit kommissarisch als Vorsitzende der Pohlheimer SPD fungieren. Die Befähigung für das Bürgermeisteramt sei der SPD-Spitze schon seit Jahren bekannt gewesen. Sie machten das Jahr 2011 und die Zeit des „Arabischen Frühlings“ als politischer Wendepunkt im Leben des Kandidaten aus. „Damals war eine große Demonstration in Gießen, und einer der Mitorganisatoren war Israel Be Josef“, blickte Yacoub zurück. „Ab da war Israel bereit, sich kommunalpolitisch zu engagieren.“ Im Blick auf den anstehenden Wahlkampf meinte Michen: „Wir werden ihn mit Freude beginnen und mit Elan dabei sein.“
Der mit Be Josef befreundete Pohlheimer SPD-Politiker Matthias Kücükkaplan ergänzte: „Auch wir müssen Verantwortung übernehmen.“ Dass Israel Be Josef dazu bereit sei, habe er schon früh lernen müssen, brachte Kücükkaplan den Tod des Vaters 1998 ins Spiel. „Israel musste früh lernen, Verantwortung zu übernehmen.“Andere Vorzüge des Kandidaten beleuchtete Eva Saarbourg als Wahlkampf-Koordinatorin. „Was ihn antreibt, ist die Leidenschaft, die Gesellschaft mitzugestalten.“ Er sei ein Mensch mit einem großen Herzen und einem klaren, auch durch seinen christlichen Glauben geprägten, Wertekompass. Er besitze etwas, was nicht viele Menschen hätten – emotionale Intelligenz. Deshalb der Slogan „Mit Herz und Kompetenz“. Saarbourg blickte auf den 27. September: „Wir tun der Stadt einen riesengroßen Gefallen, wenn wir Israel zum Bürgermeister wählen.“
Der SPD-Politiker, der neben seiner Ehefrau, seinen fünf Kindern und seiner Mutter auch weitere Familienangehörige dabeihatte, bekannte, mit „Demut, Dankbarkeit und Entschlossenheit“ den gemeinsamen Weg in die Zukunft gehen zu wollen für ein „demokratisches, soziales und starkes Pohlheim“. „Ich möchte Verantwortung übernehmen für die Stadt Pohlheim“, sagte er und benannte sechs Schwerpunkte für die von ihm vertretene Politik: 1. Eine moderne Verwaltung; 2. bezahlbaren Wohnraum; 3. nachhaltige Stadtentwicklung; 4. konsequenten Klimaschutz; 5. sichere Arbeitsplätze und eine starke lokale Wirtschaft und 6. Politik auf Augenhöhe.
Die SPD-Landtagsabgeordnete Nina Heidt-Sommer lobte sowohl die Kenntnisse des Fachdienstleiters für Vielfalt, Teilhabe und Antidiskriminierung beim Landkreis Gießen in Sachen kommunaler Verwaltung („Wenn ich da eine Frage habe, wende ich mich zuerst an Dich“), als auch seine persönlichen Eigenschaften: „Deine Kommunikation ist offen und klar. Du bist durchsetzungsstark, aber nicht starrsinnig.“ Pohlheim brauche einen Bürgermeister, der Pohlheim kennt. „Genau dieser Bürgermeister bist Du.“ Landrätin Anita Schneider, die wegen des Neutralitätsgebots als kommunalpolitisch interessierte Genossin sprach, ergänzte, dass es in den nächsten Jahren gerade für die Kommunen nicht leicht werde angesichts der finanziellen Sparzwänge. Deshalb gehe es einmal darum, im Miteinander neue Wege zu gehen und als Bürgermeister in Sachen Transparenz und Beteiligung voranzugehen. „Dafür braucht es Verwaltungserfahrung, und die hast Du!“, attestierte sie Israel Be Josef „Ehrlichkeit, großes Engagement und Herzblut“. Ihre Unterstützung für die Pohlheimer Bündnis 90/Die Grünen signalisierten die Grünen-Vertreter Simone und Tim van Slobbe. „Wir haben beschlossen, Dich in Deinem Wahlkampf zu unterstützen.“ Grüne und SPD hätten in der letzten Wahlperiode gut zusammengearbeitet und sich gut kennengelernt. „Wir haben klar die Hoffnung, dass wir mit Dir das nach vorne bringen, was wir Grünen uns für Pohlheim vorstellen.“